volley.ballarinas erwischen einen gebrauchten Tag

Es war einer dieser Tage, die man am liebsten sofort wieder aus dem Gedächtnis streicht. Einer dieser Tage, die man gerne als rabenschwarz bezeichnet. Einer dieser Tage, an denen man gerne zur Redewendung „Ein Satz mit X, das war wohl nichts“ greift. Genau einen dieser Tage erwischten die volley.ballarinas bei ihrem Auswärtsspiel im fernen Allgäu. Die Mannschaft fand nie so wirklich ins Spiel und verlor deutlich mit 3:0 gegen das Team des TSV Obergünzburg.

 

Der Spielverlauf ist schnell erzählt: Im ersten Satz hielten die volley.ballarinas bis zum 10:10 gut mit, ehe Obergünzburg durch die starken Aufschläge von Miriam Amann das Spiel in die Hand nahm, auf 16:10 davon zog und schließlich den Satz mit 25:14 deutlich gewann. Im zweiten Satz lief es nicht viel besser. Die volley.ballarinas liefen konstant einem Rückstand hinterher. Mittelblockerin Nicole Werthmann verkürzte mit ihren Aufschlägen den Rückstand zwar noch auf 18:20. Obergünzburg ließ sich davon aber nicht beeindrucken und gewann den Satz mit 25:19. Zu allem Überfluss kugelte sich Kapitänin Anna Michel gegen Ende des zweiten Satzes bei einer Blockaktion den Finger aus. Von einem netten Obergünzburger Fan wurde sie sofort ins Krankenhaus nach Kempten gefahren. Im dritten Satz übernahm nun Britta Lohneiß das Zuspiel. Aber auch in diesem Satz machten die volley.ballarinas genau dort weiter, wo sie die letzten beiden Sätze aufgehört hatten. So ging auch dieser Satz und somit auch das Spiel deutlich an Obergünzburg.

 

Zuspielerin Britta Lohneiß fand nach dem Spiel die passenden Worte: „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung – eine geschlossene schlechte Mannschaftsleistung.“

In allen Elementen fehlte es am Samstagabend an der nötigen Konstanz. Gerade die Annahme wackelte und konnte den starken Aufschlägen der Obergünzburgerinnen nur selten standhalten. Kam dann einmal eine Annahme zur Zuspielerin nach vorne, folgten Momente der Unkonzentriertheit im Angriff. Und auch im Block ließen die volley.ballarinas die nötige Aggressivität vermissen.

 

Doch dies ist noch lange kein Grund für die volley.ballarinas den Kopf in den Sand zu stecken. Nachdem die Niederlage verdaut war, herrschte eine „Jetzt-erst-recht-Stimmung“ innerhalb der Mannschaft. Alle waren sich einig, in den nächsten Wochen noch härter und öfter zu trainieren, um den aus einer nicht optimal verlaufenen Vorbereitung resultierenden Rückstand zu kompensieren und ein blindes Verständnis innerhalb der neuformierten Mannschaft zu schaffen. Schließlich wollen die volley.ballarinas bereits nächsten Samstag in Regenstauf wieder voll angreifen.

 

Es spielten: Nadine Rupp, Nicole Werthmann, Anna Michel, Katharina Schröder, Britta Lohneiß, Laura Badum, Kasia Trojan, Daniele Raddatz; Coach: Bekim Aliu; nr

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