volley.ballarinas kehren mit Tie-Break-Erfolg aus Regenstauf zurück

Der Fluch ist gebrochen: Mit 15:11 im fünften Satz siegen die volley.ballarinas erstmals gegen den TB/ASV Regenstauf im Tie-Break und sichern sich somit die ersten zwei Punkte der Saison. Dabei präsentierten sich die volley.ballarinas ganz anders als bei ihrem letzten Auswärtsspiel in Obergünzburg: Von Anfang arbeitete die Mannschaft konzentriert und zeigte bei jedem Ballwechsel vollstes Engagement – und das über eine Gesamtspieldauer von über zwei Stunden.

 

In den ersten Satz starteten die volley.ballarinas mit Kasia Trojan auf Diagonal, Daniela Raddatz und Nadine Rupp im Außenangriff, Nicole Werthmann und Katharina Schröder im Mittelblock. Britta Lohneiß übernahm für die am Finger verletzte Anna Michel das Zuspiel und löste diese Aufgabe über das gesamte Spiel hinweg mit Bravour. Anna Michel stand der Mannschaft als Co-Trainerin zur Seite.

 

Bereits der erste Satz war durch viele lange und umkämpfte Ballwechsel gekennzeichnet. Lange Zeit verlief der Satz ausgeglichen, wobei regelmäßig Kasia Trojan und Daniela Raddatz für die Punkte auf Bamberger Seite sorgten. Erst beim 12:15 gelang Regenstauf eine 3-Punkte-Führung durch die Aufschläge ihrer Kapitänin und stärksten Angreiferin Anna Rosenow. Kasia Trojan egalisierte mit ihren Aufschlägen den Vorsprung Regenstaufs und im weiteren Verlauf ging Bamberg mit 22:19 in Führung. Ein krachender Block von Nadine Rupp gegen Anna Rosenow brachte dann den Satzball, den sich die volley.ballarinas nicht mehr nehmen ließen und den Satz mit 25:23 gewannen.

 

Der zweite Satz verlief in den ersten Ballwechseln zunächst ähnlich ausgeglichen wie der erste. Doch nun gelang es Britta Lohneiß zunehmend mit ihrem variablen Zuspiel den gegnerischen Block auszuspielen. So konnte Kasia Trojan den Ball zur 6:5-Führung für die Bambergerinnen blockfrei in den gegnerischen Drei-Meter-Raum nageln. Danach schlichen sich allerdings immer mehr Unkonzentriertheiten in das Bamberger Spiel, sodass Regenstauf die Führung übernahm. Trainer Bekim Aliu reagierte und brachte für die gesundheitlich angeschlagene Nadine Rupp die erst 16-jährige Leonie Engel ins Spiel. Für Engel war es der erste Einsatz als volley.ballarina in der Regionalliga und man hatte den Eindruck, dass sie nie etwas Anderes gemacht hätte: Über ihre komplette Einsatzzeit hinweg agierte sie sicher und stabil in Annahme und Abwehr sowie mutig in Angriff und Block. Am Satzverlust des zweiten Satzes konnte sie allerdings auch nichts mehr ändern.

 

Im dritten Satz nahm dann Regenstauf mehr und mehr das Spiel in die Hand. Vor allem Anna Rosenow setzte die Bamberger Annahme mit ihren Aufschlägen unter Druck und im Angriff fehlte auf Bamberger Seite die letzte Konsequenz, sodass sich Regenstauf mit 25:19 den Satz sicherte und mit 2:1 in Sätzen in Führung ging.

 

Für die volley.ballarinas war das aber noch lange kein Grund aufzugeben. Ganz im Gegenteil: Vor Beginn des vierten Satzes merkte man das Feuer in den Augen jeder einzelnen Spielerin und alle wollten den Tie-Break erzwingen. Und dieses Feuer war von Anfang an auf dem Spielfeld spürbar. Mit starken Aufschlägen setzten die volley.ballarinas die Regenstaufer Annahme stark unter Druck und bauten ihre Führung über 6:2 und 11:3 auf 20:8 aus. Jetzt gelang einfach alles. Der Bamberger Block war mit Katha Schröder und Nicole Werthmann zur Stelle und pflückte den ein oder anderen Angriff der Regenstauferinnen herunter. Selbst die gerade einmal 1,70m große Leonie Engel blockte Regenstaufs Hauptangreiferin Anna Rosenow eiskalt. Und sollte doch einmal ein Ball am Bamberger vorbeikommen, war wie das gesamte Spiel über auch Libera Laura Badum zur Stelle. Mit 25:13 ging der vierte Satz deutlich an Bamberg.

 

Mit dieser positiven Energie wollten die volley.ballarinas nun in den fünften Satz starten, um den Fluch der Tie-Break-Niederlagen gegen Regenstauf zu brechen. Doch zunächst sah es so aus, als ob die Gegnerinnen wieder das Oberwasser hätten. Zu Satzbeginn lief bei den volley.ballarinas nicht mehr so geschmeidig wie noch im vierten Satz. Beim 5:8 aus Bamberger Sicht wurden die Seiten gewechselt. Jetzt rauften sich die volley.ballarinas zusammen und gaben noch einmal alles. Mit Erfolg: Der Rückstand wurde verkürzt und beim 11:11 war der Ausgleich erreicht. Zur Nervenstärke einer Katha Schröder am Aufschlag kam nun auch das notwendige Quäntchen Glück: Ein Angriffsschlag von Leonie Engel tänzelte gefühlt eine Minute lang auf der Netzkante bis er sich entschied, ins Feld der Regenstauferinnen zu fallen – Punkt und Matchball für Bamberg. Katha Schröder brachte nun erneut ihren Aufschlag nervenstark über das Netz und der Regenstaufer Angriff landete im Aus, was den 3:2-Sieg für die volley.ballarinas bedeutete!

 

Voller Freude tanzten sie danach auf ihrer Seite des Spielfeldes. Dieser Sieg gibt Auftrieb und Motivation für die kommenden Wochen: Das Spiel der volley.ballarinas zeigte sich zwar schon deutlich verbessert, aber es gibt immer noch Punkte, an denen es hart zu arbeiten gilt.

 

Zuspielerin Britta Lohneiß nach dem Spiel: „Diesmal war es wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung – aber eine geschlossen gute Mannschaftsleistung.“

 

Es spielten: Nadine Rupp, Nicole Werthmann, Leonie Engel, Katharina Schröder, Britta Lohneiß, Laura Badum, Kasia Trojan, Daniela Raddatz; Trainer: Bekim Aliu; Co-Trainerin: Anna Michel; nr

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