Volley.ballarinas kehren ohne Punkte nach Hause

Das war ein Wochenende, das sich gewaschen hatte. Für die ballarinas aus Bamberg stand der erste und einzige Doppelspieltag der Saison an. Beide Spiele auswärts und dann noch gegen den Tabellenersten aus Ansbach und den direkten Verfolger aus Dingolfing. Dennoch motiviert durch die bist dato sehr erfolgreiche Rückrunde wollte man sehen, was gegen beide Mannschaften zu holen war.

Das erste Spiel begann Samstag um 14 Uhr gegen Ansbach. Wieder mit an Board war Leonie Engel, die durch ein freies Spielwochenende ihres Stammvereines, dem SV Memmelsdorf, komplett zur Verfügung stand. Der erste Satz begann sehr ausgeglichen. Keines der beiden Teams konnte sich wirklich absetzen. Viele lange Ballwechsel und sehenswerte Abwehr- und Rettungsaktionen sowie wuchtige Angriffsschläge zeichneten diesen Satz. Erst zum Ende hin konnte sich Ansbach mit guten Aufschlägen und ein bisschen mehr Konstanz durchsetzen und entschied den ersten Durchgang für sich.

Satz zwei gestaltete sich ähnlich. Bis zum Stand von 14:15 aus Sicht der Truppe um Coach Aliu war das Spiel wieder sehr ausgeglichen und keine der beiden Mannschaften konnte sich frühzeitig absetzen. Erst 4 Aufschläge von Zuspielerin Klein aus Ansbach ließen vermuten, der Satz sei entschieden. Jetzt bäumten sich allerdings die Bambergerinnen nochmal auf, so einfach wollte man den Satz nicht hergeben, zeigte man doch bis hierhin eine wirklich gute Leistung. Ein ums andere Mal konnte Zuspielerin Anna Michel ihre Angreiferinnen einsetzen. Lange Ballwechsel entstanden und keine Mannschaft wollte den Ball aufgeben. Laura Badum zeigte schnelle Reaktionen in der Abwehr und so konnte man noch einmal auf 19:20 herankommen. Ein sehenswerter Block von Kasia Trojan gegen die ehemalige Nationalspielerin Conny Eichler lies die Mädels aus der Domstadt nochmal lauthals jubeln. Doch leider hat es auch in diesem Durchgang am Ende an Konstanz gefehlt und Ansbach konnte in den entscheidenden Momenten immer ein Stück drauflegen, sodass auch Satz 2 knapp, aber dennoch mit 21:25 an Ansbach abgegeben werden musste.

Die Motivation war noch nicht gebrochen. Jetzt hieß es „alles oder nichts“. Mit einer guten Einstellung startete man in den dritten Satz. Auch hier hieß es: ausgeglichener Schlagabtausch, in denen beide Mannschaften wieder gute Aktionen zeigten. Dann jedoch schlug die Stunde der Ansbacherinnen. Mit Druckvollen Aufschlägen von Conny Eichler und einem variablen Zuspiel zeigte die Heimmannschaft, dass sie nicht unverdient an der Tabellenspitze stehen. Immer wieder versuchten die Bambergerinnen sich den Aufschlag zurückzuholen, aber zu viele Eigenfehler und Gegnerinnen, die kaum mehr Fehler machten, ließen das nicht zu. So ging auch dieser Durchgang und damit drei Punkte an die Heimmannschaft.

„Gegen so eine konstante Mannschaft kann man mal verlieren, wir haben über viele Strecken gutes Volleyball gezeigt und ab und an den Ansbacherinnen die Stirn geboten“, sprach Coach Aliu nach dem Spiel. So fuhr man nicht weniger motiviert für das Spiel am nächsten Tag nach Hause.

Hier musste man leider auf Nadine Rupp verzichten, die aus privaten Gründen verhindert war.  Aber auch hier gingen die ballarinas mit viel Motivation in die Partie. Wollte man doch sehen, wie weit man gegen den Tabellenzweiten kommen wird. Der erste Durchgang gestaltete sich auch genau so, wie man es sich erhofft hatte. Mit druckvollen Aufschlägen und harten Angriffen von Raddatz, Werthmann und Schröder, überrollte man Dingolfing und zog durch eine Aufschlagsserie von Trojan auf 15:8 davon.  Diese Führung konnte über den Satz gehalten werden. Immer wieder waren es die Aufschläge, die den Gegnerinnen Probleme bereitete und ein variables Angriffsspiel nicht möglich machte. So ging der erste Satz mit 25:18 an die Bambergerinnen. Doch diesen Aufwind konnte man in die folgenden Sätze nicht mehr mitnehmen. Dingolfing fand immer mehr ins Spiel und konnte durch die gute Verteilung der Zuspielerin alle Angreiferinnen immer wieder einsetzen. Hinzu kam noch, dass meist klare Entscheidungen vom Schiedsgericht übersehen und zu Ungunsten der volley.ballarinas entschieden wurden, was zu Unruhe auf Seite der Bambergerinnen führte. So musste man den 2. Satz mit 17:25 an die Heimmannschaft abgeben.

Satz 3 begann zunächst recht ausgeglichen. Die Abwehr stand und beide Liberas zeigten eine gute Leistung. Kein Ball wurde aufgegeben. Aber auch hier fehlte den Ballarinas wieder etwas mehr Konstanz als den Gegnern. Und auch hier waren es wieder Entscheidungen des Schiedsrichters, die die Domstädterinnen zur Verzweiflung brachten. Am Ende entschied eine rote Karte gegen den Coach Bekim Aliu beim Spielstand von 19:24 den Satz zugunsten der Dingolfingerinnen. Auch im letzten Satz konnte man nicht mehr an der Leistung des ersten Satzes anknüpfen und musste auch diese drei Punkte liegen lassen.

Nun heißt es also Mund abwischen und weiter trainieren, denn am Sonntag geht es schon weiter mit der Punktejagd. Die volley.ballarinas Bamberg empfangen um 15 Uhr zu Hause im Georgendamm die Mädels des TB/ASV Regenstauf, die aktuell mit 11 Punkten auf dem 9. Tabellenlatz liegen.

Für die volley ballarinas spielten:

Laura Badum, Leonie Engel, Britta Lohneiß, Anna Michel, Daniele Raddatz, Nadine Rupp, Katharina Schröder, Kasia Trojan, Nicole Werthmann, Coach: Bekium Aliu

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