Am vergangenen Sonntag stand für die volley.ballerinas das heiß erwartete Oberfrankenderby gegen die N.H. Young Volleys aus Neudrossenfeld an.

Wie immer zu diesen Anlässen, war die Halle in Neudrossenfeld voll besetzt, die lokale Politikprominenz anwesend und das Publikum in Hochstimmung, ihre Mannschaft zum nächsten Heimsieg gegen die Bamberger Konkurrentinnen zu pushen.

Ballerinas Coach Bekim Aliu konnte auf den vollen Kader zurückgreifen, auch die Damen aus Neudrossenfeld konnten 12 Spielerinnen in den Spielberichtsbogen eintragen.

Entgegen der Hoffnungen der Anhänger aus Neudrossenfeld, entwickelte sich der erste Satz zu einer überraschend klaren Angelegenheit für Bamberg. Über Zwischenstände von 3-8 und 4-11, zu denen Neudrossenfelds Trainer Marc d’Andrea frühzeitig seine beiden Auszeiten nahm, verlief dieser Satz sehr einseitig für die Gäste und endete mit 25-13 für die volley.ballarinas.

Gleich mit Start zum 2. Satz änderte sich dieses Bild grundlegend. Neudrossenfeld bekam die Annahme deutlich besser in den Griff, im Gegenzug schlichen sich bei Bamberg mehr und mehr Fehler ins Annahme- und Angriffsspiel ein. Bamberg bekam die Außenangreiferin der N.H.Young Volleys, Sophia Höreth, und deren imposante Angriffsschläge weder im Block noch in der Abwehr in den Griff und konnte selbst zu wenig Konstanz und Variabilität in ihr eigenes Angriffsspiel aufbauen. Leistungsgerecht ging der 2. Satz mit 25-20 an die Mannschaft aus Neudrossenfeld.

Als ob die von den Zuschauern aus rechts gelegene Spielhälfte nicht zum Siegen geeignet wäre, zeichnete sich im 3. Satz erneut eine klare Sache für die volley.ballarinas ab. Wie im 1. Satz versuchte Neudrossenfelds Coach durch sehr frühe Auszeiten (3-6 und 3-9) auf sein Team einzuwirken, wie im 1. Satz aber ohne Erfolg. Zu viele Probleme in der Annahme sorgten dafür, dass sich kein durchschlagendes Angriffsspiel bei Neudrossenfeld entwickeln konnte. Die Bambergerinnen hingegen konnten in dieser Phase in allen Spielelementen deutlich zulegen, präsentierten sich mannschaftlich geschlossen und zogen den Satz mit einem klaren 25-17 durch.

Im Satz 4 setzte sich der Fluch der rechten Seite fort. Zwar präsentierte sich das erste Mal den Zuschauern ein Auf und Ab beider Mannschaften mit wechselnden Führungen, beide Coaches schöpften beide Auszeiten aus, aber der Kampfgeist bei Neudrossenfeld war geweckt, die Stimmung in der Halle schwappte auf die Mannschaft über und Bamberg konnte in der Endphase des Satzes nicht mehr dagegenhalten und verlor den 4. Satz mit 25-21.

Für ein solches Derby würdig, musste also der 5. Satz das Spiel entscheiden. Beide Coaches schwörten ihre Mannschaften nochmal ein, um die letzten Kraftreserven auszuschöpfen.

Scheinbar hatten die Bambergerinnen hier mehr Reserven zu bieten, konnten durch druckvolle Aufschläge erneut die Annahme der Neudrossenfelds ins Wanken bringen. Die wieder sehr früh genommenen Auszeiten (1-3 und 3-5) sorgten bei Neudrossenfeld zwischenzeitlich nochmal für ein Aufbäumen, doch mit der Auszeit des Bamberger Coaches beim Spielstand von 10-9 setzten sich die ballerinas dann endgültig durch und gewannen den 5. Satz insgesamt verdient mit 15-11. Ausschlaggebend hierfür war die volle Konzentration der Bambergerinnen, auch nach bereits über 100 Minuten Spielzeit. Perfekt gespielte Dankebälle, gaben der Bamberger Zuspielerin Svenja Semm die Möglichkeit, die Mittelangreiferin Verena Mayr glänzend in Szene zu setzen. Gleich viermal hintereinander versenkte sie ihre Mittelangriffe im Feld der N.H. Young Volleys.

In den 105 Minuten Spielzeit schenkten sich beide Mannschaften nichts. Bamberg präsentierte sich in der Endabrechnung mannschaftlich etwas geschlossener und ausgeglichener, während bei Neudrossenfeld vor allem Sophia Höreth auf der Außenposition mit wuchtigen Angriffen zu glänzen wusste.

Das Spiel war geprägt von viel Einsatz und Willen auf beiden Seiten, aber auch in einigen Phasen von relativ vielen vermeidbaren Fehlern und kleineren Unkonzentriertheiten. In der Endabrechnung gab es also, wie erwartet, ein rassiges Oberfrankenderby mit einem für die Gastgeberinnen sicher nicht zufriedenstellenden Ergebnis.

Für Bamberg gilt es jetzt Kräfte regenerieren und Fehler analysieren, um aus dem fernen Allgäu zum Doppelspieltags-Wochenende in Sonthofen und Mauerstetten mit möglichst vollem Punktekonto zurückzukehren und in der Tabelle weiter nach oben zu klettern.

Für die ballerinas spielten: Laura Badum, Veronika Leiblein, Leonie Engel, Anna-Lena Krön, Britta Lohneiß, Verena Mayr, Daniela Raddatz, Nadine Rupp, Katharina Schröder, Svenja Semm, Kasia Trojan, Maja Hölzlein

 

Daniela Raddatz

volley.ballarinas Bamberg

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