00:22 Uhr am Montagmorgen war es, als auch die letzte Spielerin vom Ausflug der volley.ballarinas ins Allgäu wieder gut zu Hause angekommen war. Ein Ausflug, der sich nicht ganz nach den Erwartungen der VG Damen gestaltete.

Am Samstagabend waren die volley.ballarinas zuerst beim TSV Sonthofen II gefordert. Im Gegensatz zum Spiel in Obergünzburg, bei dem man die lange Anfahrt nicht wirklich aus den Beinen schütteln hatte können, starteten die Damen aus der Domstadt von Beginn an konzentriert, sodass sich der erste Satz auf Augenhöhe gestaltete. Erst zum Ende des Satzes konnte sich Sonthofen absetzen und den Satz mit 25:20 für sich entscheiden.

In zweiten Satz fehlte es den volley.ballarinas ein wenig an der notwendigen Körperspannung und es schlichen sich viele Eigenfehler ins eigene Spiel ein, sodass es am Ende 25:11 für Sonthofen hieß.

Auch wenn man bereits mit 2:0 in Rückstand lag, war das für die Damen VG Damen noch lange kein Grund aufzugeben. Ganz im Gegenteil – der berüchtigte Kampfgeist der Mannschaft war erst so richtig geweckt worden. Mit druckvollen Aufschlägen von Anna-Lena Krön und Kasia Trojan zog man nach und nach davon. Zudem wusste zu diesem Zeitpunkt Daniela Raddatz zu überzeugen. Mit ihrer Erfahrung gab sie der Mannschaft viel Sicherheit und erwies sich dabei als eine wahre Abwehrkatze. So ging Satz 3 mit 25:18 an die volley.ballarinas.

Der vierte Satz gestaltete sich anschließend als ein Duell auf Augenhöhe. In der ersten Hälfte des Satzes wechselte die Führung regelmäßig. Zu Satzmitte konnte Nicole Tillhorn mit ihren Aufschlägen einen kleinen Vorsprung für Sonthofen herausarbeiten. Diesen konterte Britta Lohneiß mit ebenfalls sehr guten und platzierten Aufschlägen, sodass es ausgeglichen in die entscheidende Phase ging. Sonthofen hatte zu diesem Zeitpunkt, auch dank zwei unglücklicher Schiedsrichter-Entscheidungen gegen Bamberg, das Quäntchen Glück mehr auf seiner Seite. Bamberg verlor Satz 4 knapp mit 23:25 und somit auch das Spiel mit 1:3.

Leicht verärgert über den verpassten Punktgewinn ging es für die volley.ballarinas weiter ins Hotel nach Kempten. Bereits beim gemeinsamen Essen war die Stimmung innerhalb der Mannschaft aber wieder ausgelassener. Eine Teamaktion, die Mannschaftskapitänin Kasia Trojan vorbereitet hatte und bei der jede volley.ballarina eine Gedicht oder ein Lied über eine andere vortrug, sorgte für Aufheiterung und viele Lacher. Und spätestens bei der Schneeballschlacht nach dem Essen waren alle wieder bester Laune und bereit für das Spiel gegen Mauerstetten am Sonntag.

Voll motiviert starteten die volley.ballarinas in Satz 1. Dieser gestaltete sich zu Beginn ausgeglichen, ehe sich Mauerstetten einen kleinen Vorsprung herausarbeiten konnte. Die VG Damen kämpften aber um jeden Ball. Durch starke Aufschläge von Anna-Lena Krön gelang es den Bambergerinnen den Rückstand auf 21:22 zu verkürzen. Leider wurde dieser Kampfgeist nicht belohnt und so sicherte sich Mauerstetten, getragen von den zahlreichen heimischen Fans, Satz 1 mit 25:23.

In den zweiten Satz starteten die volley.ballarinas fulminant. Daniela Raddatz setzte die Annahme Mauerstettens unter Druck, sodass immer wieder der Bamberger Block mit Kasia Trojan, Katharina Schröder und Anna-Lena Krön zupacken konnte. Über 6:2 zog man auf 11:3 davon. Doch dass Mauerstetten auch kämpfen kann, zeigten sie in diesem Satz. Lange führten die volley.ballarinas, ehe Mauerstetten beim Stand von 21:22 erstmals in Führung ging – eine Führung, welche die Allgäuerinnen bis zum Ende nicht mehr abgaben. Sie sicherten sich Satz 2 wieder mit 25:23.

Ähnlich wie am Vortag standen die volley.ballarinas nun wieder mit dem Rücken zur Wand. Doch auch ähnlich wie zum Vortag waren sie gewillt, über fünf Sätze zu gehen. Von Beginn an gestaltete sich Satz 3 ausgeglichen. Mit ihren Aufschlägen konnte Verena Mayr erstmals eine kleine Führung für die volley.ballarinas herausspielen. Mauerstetten kämpfte sich zurück und so ging es über 19:19 und 20:20 in die Crunchtime des Satzes. Wieder gelang es den volley.ballarinas nicht, sich durchzusetzen und so sicherte sich Mauerstetten wie in den beiden Sätzen zuvor mit 25:23 den Satz und somit das Spiel.

Sichtlich geknickt über die in Sätzen deutliche, in Ballpunkten aber knappest aller im Volleyball möglichen Niederlage, starteten die volley.ballarinas die lange Heimfahrt nach Hause. Für die VG Damen heißt es nun „Mund abwischen“ und fleißig weitertrainieren, damit sie sich am 9. Dezember in Friedberg wieder belohnen können.

 

Nadine Rupp

volley.ballarinas Bamberg

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