Am Sonntag um 14.30 Uhr fiel der Startschuss für das letzte Hinrundenspiel der Volley.ballarinas Bamberg. Der Gegner: VCO München, die Bayernauswahl des Jahrgangs 2002/2003. Man traf auf lauter junge, ambitionierte und vor allem mutige Spielerinnen, die seit Saisonbeginn an den Spieltagswochenenden unter ihrem Trainer Dieter Heidrich bereits am Freitagabend zusammenkommen, um zu trainieren. Am Sonntag schließt die Mannschaft dann mit einem Punktspiel das Wochenende ab.

Zunächst gestaltete sich alles wie erwartet: Das junge VCO Team präsentierte sich gut, wurde aber von den erfahreneren Bambergerinnen, die bis auf die beiden U20 Spielerinnen Maya Hölzlein und Leonie Engel (diese schlugen für den SC Memmelsdorf bei den oberfränkischen Meisterschaften auf) mit dem vollständigen Kader angereist waren, in Schach gehalten. Gleich zu Beginn spielten sich die Gäste eine solide Führung heraus(9:4), die sie zum 16:10 ausbauten. Da halfen auch die Auszeiten und Spielerwechsel beim VCO nichts. Die Bambergerinnen drückten dem Satz ihren Stempel auf und beendeten ihn mit 25:14.

Beschwingt von dieser Leistung begann man den zweiten Satz. Auch hier ging man konzentriert ans Werk. Die Annahme war gut, Libera Laura Badum schob die Bälle gekonnt nach vorne, unterstützt von den beiden Außenangreiferinnenn Anna-Lena Krön und Nora Datz. Svenja Semm und Britta Lohneiß, die durch einen Doppelwechsel beim Stand von 17:12 ins Spiel kam, verteilten die Bälle auf alle Angreifer und konnten so mehrmals den gegnerischen Block gekonnt ausspielen. Als gemeinsame Teamleistung, an der der gesamte Kader Anteil hatte, holten sich die Bambergerinnen den zweiten Satz mit 25:19.

Im dritten Satz ruhte man sich zuerst ein wenig zu sehr aus, als habe man das Spiel schon in der Tasche – ein im Volleyball leider typisches Phänomen. Beim Spielstand 7:8 rüttelte Trainer Bekim Aliu sein Team aber nochmals richtig auf, sodass es eine 6-Punkte-Führung zum Stand von 22:16 herausspielte. Doch dann geschah das fast Unmögliche: Die Talente des VCO wollten am Ende ihres letzten Saisonspiels – sie treten nämlich in der Rückrunde nicht mehr an – noch einmal alles geben. Und das gelang! Sie arbeiteten sich Punkt für Punkt heran und gewannen den dritten Satz mit 26:24.

Nun wollten die Ballarinas alles geben, waren aber durch diese Aufholjagd verunsichert. Sie hatten den VCO München ins Spiel kommen lassen und die jungen Talente hatten nun Selbstvertrauen gefasst. Gerade deren kleinste Angreiferin spielte groß auf und machte den Bambergerinnen solche Probleme, dass es zu sage und schreibe 8 direkten Blockfehlern in diesem Satz kam. Aber auch die Annahme wackelte und die Angriffe waren weniger platziert und hart wie noch in den ersten beiden Sätzen. So holte sich der VCO den Satz mit 25:18.

Nun ging es um alles, wollte doch jede Mannschaft den Sieg nach Hause holen. Die Ballarinas starteten wieder schlecht und lagen schon bei Seitenwechsel 3:8 im Rückstand. Beim Stand von 5:10 kam dann Daniela Raddatz ins Spiel, die dem Team mit ihrer Erfahrung gut tat und wieder für ein wenig mehr Sicherheit sorgte. Schließlich war es aber Svenja Semm, die sich ein Herz fasste, als sie beim Stand von 7:12 an die Aufschlaglinie ging. Mutig schlug sie den Ball auf die gegnerische Seite. Anfangs kam noch der ein oder andere Ball auf die Seite der Ballarinas zurück, die letzten Aufschläge waren dann aber direkte Punkte für die Bambergerinnen. Dank dieser beeindruckenden Vorstellung durften sich die Ballarinas am Ende dann doch über 2 Punkte freuen und gehen nun als Tabellenachter in die Rückrunde.

 

Nora Datz

volley.ballarinas Bamberg

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