Die volley.ballarinas Bamberg verloren am Sonntag in einem über 2 Stunden dauernden Mammutmatch gegen den SV Hahnbach mit 3:2 (21:25, 25:23, 23:25, 25:19, 18:20). Das Team – immer noch ohne Außenangreiferin Anna-Lena Krön –  zeigte eine gute Leistung, der Gegner allerdings auch. So bot man dem zahlreichen Publikum ein spannendes Spiel, das von Aufholjagden und spektakulären Abwehraktionen gekennzeichnet war und im fünften Satz erst bei 18:20 ein Ende fand. Insgesamt wurde in 142 Minuten 224 Mal aufgeschlagen, jedes Team machte genau 112 Punkte – der SV gewann allerdings die erforderlichen 3 Sätze und damit 2 Punkte, wohingegen sich die Bambergerinnen mit einem Punkt begnügen müssen.

Doch der Reihe nach: Im ersten Satz starteten die volley.ballarinas mal wieder mit angezogener Handbremse, Hahnbach hingegen überzeugte von Beginn an mit starken Aufschlägen und druckvollen Angriffen. Diesmal jedoch kämpften sich die Bambergerinnen schnell zurück ins Spiel und punkteten ihrerseits, sodass der Satz am Ende nur knapp an den Gastgeber ging.

Im 2. Satz spielte sich der SV einen 6-Punkte-Vorsprung heraus bis zum Stand von 21:15. Doch dann kamen bei den Bambergerinnen wieder die erfahrenen Spieler Svenja Semm und Danny Raddatz an die Aufschlaglinie. Erstere holte auf zum 21:19, Raddatz schlug dann auf bis zum Satzende. Vier Blocks in Folge, bei denen sich vor allem Kathi Schröder – die insgesamt ein hervorragendes Spiel ablieferte – hervortat , sicherten den Satzgewinn.

Ähnlich ging es weiter, Hahnbach zeigte eine hervorragende Abwehrleistung, sodass die volley.ballarinas oft mehrmals ansetzen mussten, um einen Punkt zu erzielen. Das Team arbeitete jetzt gut zusammen, Semm setzte ihre Angreifer gekonnt ein, der Block stand und die Annahme war stabil. Denkbar knapp musste man sich aber mit 23:25 dem Gegner beugen.

Immer wieder zu Frust führte das unsaubere Zuspiel auf der gegnerischen Seite, dass kein einziges Mal vom Schiedsrichter geahndet wurde. Dennoch schafft man die Revanche im vierten Satz: 25:19.

Im entscheidenden fünften Satz kamen die Bambergerinnen anfangs nicht ins Spiel, sodass es schnell 2:7 für den Gastgeber stand. Auch der Seitenwechsel brachte keine Besserung: 4:10. Mit einem Doppelwechsel kam nun Britta Lohneiß zurück ins Spiel und erstmals in dieser Saison Jugendspielerin Maya Hölzlein. Die 14-Jährige spielt für den SC Memmelsdorf Jugend und in der Landesliga und schnuppert mit Zweitspielrecht Regionalligaluft bei der VG Bamberg. Tatsächlich gelang es dank der beiden, die sich trotz sehr langer Wartezeit perfekt ins Spiel einfanden, sich auf 11:12 heranzuarbeiten. Dann folgte der Rückwechsel von Trainer Bekim Aliu, um wieder drei Angreifer vorne am Netz zu haben. Bamberg wehrte 3 Matchbälle ab, hatte selbst 2, aber keinem Team gelang der entscheidende Punkt. Beim 18:18 führten dann ein direkter Annahmefehler und eine leichte Netzberührung zum Satzverlust.

Trainer und Spielerinnen sind dennoch zufrieden mit dem Spiel und vor allem der Leistung des Teams. Am Samstag wollen sie sich im Heimspiel gegen Obergünzburg noch einmal steigern und dem Tabellenzweiten möglichst viele Punkte abnehmen.

 

Nora Datz

volley.ballarinas Bamberg

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