Am vergangenen Samstag konnte man in der Georgendammhalle die Begegnung zwischen Sonthofen (Tabellenerster) und Bamberg (Tabellensiebter) verfolgen. Die weit angereisten Gäste hatten es nicht leicht, denn die Bambergerinnen waren nach ihrem Sieg vergangene Woche über den Lokalrivalen Neudrossenfeld motiviert und gingen selbstbewusst auf das Spielfeld.

Der erste Satz begann ausgeglichen, aber Sonthofen zeigte eine klasse Feldabwehr und die Bambergerinnen mussten vom ersten Moment an alles geben und häufig erst mehrere Angriffe abwehren, bevor der eigene Punkt gelang. Es war ein kräftezehrendes Hin-und Her, bei dem Bamberg vor allem durch ein gutes Zusammenspiel zwischen Block und Abwehr imponierte. Die Mittelblockerinnen Verena Mayr und Nadine Rupp (auf Katharina Schröder musste die Mannschaft krankheitsbedingt verzichten) machten viele direkte Blockpunkte. Zudem gelang es häufig, gegnerische Angriffe zu entschärfen, sodass dann die Abwehr den Ball gekonnt nach vorne schob. Dennoch: Mitte des ersten Satzes begann der TSV Sonthofen, sich Punkt für Punkt abzusetzen und gewann mit 25:16.

Der zweite Satz begann ähnlich ausgeglichen, doch beim Stand von 13:16 begann das Dilemma: Eine rote Karte für den Bamberger Coach bescherte Sonthofen den ersten Punkt und einige nun folgende unglückliche Schiedsrichterentscheidungen brachten das Team völlig aus der Bahn. Der Wurm war drin, die langjährige Bundesligaspielerin Eva Schilf ging zum Aufschlag und verließ die Linie erst wieder, nachdem sie elfmal den Ball druckvoll übers Netz befördert hatte. Das Ende: 14:25.

Nun könnte man denken, die Ballarinas gaben sich geschlagen, doch weit gefehlt: Mit einer „jetzt erst recht –Mentalität“ begab sich die Mannschaft zurück auf das Feld und Kasia Trojan zeigte nun, warum gerade sie Kapitänin ist: Risikoreich und druckvoll agierte die an diesem Tag wohl stärkste Angreiferin am Netz und am Ende legte sie eine Aufschlagserie von sieben Punkten hin. Die Abwehr um Libera Laura Badum war hellwach, holte Lobs und harte Angriffsschläge, sicherte die eigenen Angreifer ab und kämpfte mit Herzblut um jeden Ball. Am Ende stand es verdient 25:22 und der Ligaprimus musste sich auf einen vierten Satz einlassen.

Von Beginn an ging es hin und her, keiner konnte sich absetzen. Die Annahme war gut – besonders Leonie Engel zeichnete sich hier aus -,  Britta Lohneiß verteilte die Bälle gekonnt und die Angreiferinnen taten ihr Bestes, um den Gegner in Schwierigkeiten zu bringen. Man erspielte sich sogar eine kleine Führung (21:19), konnte diese aber nicht halten. Am Ende zeigte sich nochmals deutlich, dass man es bei der Bundesligareserve des TSV Sonthofen mit sehr erfahrenen, abgeklärten Spielerinnen zu tun hat, die an diesem kritischen Punkt einfach mehr Coolness zeigten und sich auf Grund dessen den Satz-  (25:23) und somit Spielsieg holten.

Dennoch gehen die Ballarinas gestärkt aus dieser Partie hervor und hoffen, mit ähnlich starker Leistung nächste Woche einen Auswärtssieg gegen Esting einzufahren.

 

Nora Datz

volley.ballarinas Bamberg

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